Die ersten 5.000 Flyer sind fast aufgebraucht. Doch es gibt schon Nachschub. Die neuen Flyer sind inhaltlich ein wenig aktualisiert und auf schwererem Papier gedruckt. Vielen Dank an den Paketboten 😉

Wir wĂŒnschen allen Besuchern unseres Weges viel Spaß weiterhin. Der Weg ist lang und breit genug, um die derzeit gĂŒltigen Abstandsregeln locker einhalten zu können. Der Weg fĂŒhrt durch Niedersachsen und ThĂŒringen, bitte die jeweils gĂŒltigen Verordnungen beider BundeslĂ€nder beachten.

Die Flyer werden nach und nach an den bekannten Stellen verteilt. Hier gibt es eine pdf-Version.

Wegweiser

Der Wegweiser auf der Straße zwischen der fĂŒnften und zehnten Kreuzwegstation war vor kurzem kaputt und lag auf der Erde. Nun ist alles wieder wie es sein soll.

„Erinnern, gedenken, gemeinsam erleben“ – ein Abend mit GesprĂ€chen
zur Wiedervereinigung mit „Alt und Jung“, Fotosammlung und Zeitungsausschnitten…

Einladung:

Einladung 30 Jahre Grenzöffnung

In Anlehnung des 30. Jahrestages des Mauerfalls waren seit dem 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, Pilger aus den verschiedensten Regionen des Landes entlang der ehemaligen Zonengrenze unterwegs. In zwei Routen, die Nordroute startete in LĂŒbeck, die SĂŒdroute in Hof, traf man dann am 8. November im Harz auf dem Brocken aufeinander. Am nĂ€chsten Tag (Tag des Mauerfalls) fand in der evangelischen Sylvestrikirche in Wernigerode ein großes Abschlussfest statt.

Helmut Heiland vom HVE Eichsfeld, der die Pilgergruppe der SĂŒdroute bei ihrer Zwischenstation im Eichsfeld betreute, baute spontan den „Weg der Geschichte“ bei Kirchgandern ins Tagesprogramm ein.Der Weg wurde einst von der Kolpingjugend der Diözese Erfurt gestaltet. Die Idee zum Projekt entstand zur bundesweiten 72-Stunden-Sozialaktion im Jahre 2013. Auf einer 7 km langen Wegstrecke wurden 8 Tafeln aufgestellt, die die unterschiedlichsten Erlebnisse und Schicksale von Menschen am hiesigen ehemaligen Grenzabschnitt dokumentieren. Ein Weg gegen das Vergessen, der ĂŒber thĂŒringisches sowie niedersĂ€chsisches Gebiet fĂŒhrt.

Die Pilger aus Görlitz, Stuttgart, Berlin, vom Bodensee etc. waren sehr interessiert, was sich vor ĂŒber 30 Jahren hier in der Grenzgegend abgespielt hat. Kaum jemand von ihnen konnte bisher mit den Begriffen „Sperrgebiet“ und „Schutzstreifen“ etwas anfangen.

Die Wandergruppe wurde auch von Einheimischen begleitet, die zur Entstehung des Weges beigetragen hatten und die einzelnen Tafeln den Pilgern nÀher erklÀren konnten.

Wieder im Dorf angekommen, bedankte man sich herzlich fĂŒr die Begleitung. NĂ€chstes Ziel der Pilgergruppe war das „Kleine Paradies“ in Heiligenstadt, wo man den restlichen Tag und die Nacht verbrachte, bis es am anderen Tag dann hieß: Auf ein Neues! Der Brocken ist nicht mehr allzu fern!

Beeindruckend, wenn sich Menschen auf den Weg machen, um gemeinsam fĂŒr unser Land zu beten und um sich dankbar zu erinnern!

Karl-Horst Nolte, Kirchgandern

Das wechselhafte Wetter bescherte uns einen wunderschönen Regenbogen, der Ost und West verbindet

Eine besondere Art der Wanderung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze fand am 20.10.2019 ganz in der NĂ€he des Wegs der Geschichte statt. Auf Initiative und Organisation des BUND Göttingen wurde zuvor ein Streckenverlauf zusammengestellt, der zu einigen Stellen am ehemaligen Grenzverlauf fĂŒhrte, von denen es alte Fotoaufnahmen gibt. Das Grenzlandmuseum Eichsfeld hat diese Bilder zur VerfĂŒgung gestellt, anhand derer die heutige Ansicht verglichen werden konnte mit den Bildern aus Zeiten der Grenze.

Die ĂŒber 40 Teilnehmer starteten ab dem Parkplatz von Besenhausen, ganz in der NĂ€he der Infotafel Nr. 7 des Wegs der Geschichte. Vor allem aus den umliegenden Orten, aber auch aus Göttingen und teils von weiter her kamen die an der Wanderung Interessierten.

Wo heute die Landstraße Ost und West wie selbstverstĂ€ndlich verbindet, war nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der spĂ€ter streng abgetrennten Besatzungszonen ein Passieren nicht ohne Weiteres möglich. So sahen die Wanderungsteilnehmer zunĂ€chst ein Schwarz-Weiß-Foto des Zollhauses Besenhausen, an dem die Ostvertriebenen, aber auch die Kriegsheimkehrer in beide Richtungen die Zonengrenzen ĂŒberquerten. Einen Überrest eines Grenzanlagen-Scheinwerfers konnten die Teilnehmer an einer Stelle nahe der Leine sehen, wo bis vor wenigen Jahren eine BrĂŒcke fĂŒr die Grenztruppen ĂŒber die Leine fĂŒhrte.

An einem anderen Punkt am ehemaligen Grenzabschnitt wurde die Artenvielfalt veranschaulicht, die durch das GrĂŒne Band erhalten wird und vielen seltenen Insekten- und Pflanzenarten Heimat bietet. Anschließend bot sich die Möglichkeit, vom alten Bahndamm nahe Hottenrode den Blick nach Kirchgandern und zum Pferdeberg frĂŒher und heute zu vergleichen. Durch den noch erhaltenen Bahndammdurchlass fĂŒhrte die Rundwanderung an alten Grenzsteinen entlang ĂŒber Besenhausen zum Ausgangspunkt zurĂŒck. Dort nutzten einige der Wanderer das CafĂ© fĂŒr einen schönen Abschluss der Tour.

Impressionen von der Wanderung:

In Kooperation mit dem Landkreis Göttingen und der Stadt Duderstadt organisiert die BUND Kreisgruppe Göttingen am Donnerstag den 07.11.2019 um 19 Uhr einen Bildvortrag. Dr. Reiner Cornelius spricht anlĂ€sslich des 30-jĂ€hrigen JubilĂ€ums der Grenzöffnung in Duderstadt – Details siehe Pressemitteilung (pdf).

Nun steht der Termin fĂŒr die angekĂŒndigte Wanderung fest.

Die Wanderung am 20. Oktober 2019 beginnt auf dem Parkplatz des Rittergutes Besenhausen um 13 Uhr. Der Rundweg ist etwa 4 km lang und wird mit einigen Zwischenstopps etwa 2 1⁄2 Stunden
dauern.

Wir freuen uns ĂŒber viele Teilnehmer.

Mehr Infos in der AnkĂŒndigung vom BUND Göttingen (pdf).

Nach 30 Jahren Grenzöffnung sieht man kaum noch Spuren der ehemaligen Grenze in der Landschaft.

Mit alten Aufnahmen aus dem DreilĂ€ndereck Niedersachsen, Hessen und ThĂŒringen wollen wir uns im Bereich Eichenberg und Gut Besenhausen auf den Weg machen, um nach Spuren von damals zu suchen und ins GesprĂ€ch kommen.

Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Vermutlich Mitte bis Ende Oktober.

Wer Interesse an der Veranstaltung hat kann sich gerne ĂŒber unsere Kontaktmöglichkeiten melden (z.B. per E-Mail: info (Ă€t) wegdergeschichte.de).

Der genaue Veranstaltungstermin wird rechtzeitig hier veröffentlicht.

Im Juni gab es zwei Wanderungen am „Weg der Geschichte“.

Am 16.6. lud die Stiftung Naturschutz ThĂŒringen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Natur ist grenzenlos – 30 Jahre GrĂŒnes Band“ zu einer Wanderung ein. Zusammen mit NaturfĂŒhrer Uwe Vogt begaben sich einige Teilnehmer auf den Weg und erzĂ€hlten selber Geschichten. Auch ein Regenschauer konnte die gute Stimmung nicht vertreiben.

Nicht mal zwei Wochen spĂ€ter machte sich die Eichsfelder Autorengemeinschaft auf, den Weg zu erkunden. Gestartet wurde schon um neun Uhr morgens. Die Uhrzeit ist wĂ€hrend der heißen Tage bestens fĂŒr eine Wanderung am „Weg der Geschichte“ zu empfehlen. Es ist noch nicht ganz so heiß und mehr Teile des Weges liegen im Schatten.Als kleinen Bonus gab es eine FĂŒhrung im Rittergut Besenhausen.

Im Laufe der Jahre hat sich an dem Weg schon Einiges geÀndert.

Die Strecke bis zur Kapelle ist inzwischen frisch asphaltiert. Im Juli ist ein Bild entstanden auf dem man einen Baum sehen kann, der unsere Tafel an der Kapelle nur knapp verfehlt hat. Der Baum ist Opfer eines grĂ¶ĂŸeren Sturmes geworden.

Vor kurzem wurden viele BĂ€ume entfernt. Von der Kapelle kann man jetzt auf den Rusteberg schauen. DafĂŒr sieht man nicht mehr viel Wald.